Deutsche Beschreibung:
Der Begriff „D-Notice“ (heute als „Defence and Security Media Advisory Notice“ oder DSMA-Notice bekannt) bezeichnet eine offizielle Empfehlung der britischen Regierung an Medien, bestimmte sicherheitsrelevante Informationen nicht zu veröffentlichen. Diese Hinweise betreffen oft Themen wie militärische Einsätze, Geheimdienstoperationen, Terrorismusbekämpfung oder kritische Infrastruktur.
Wichtig zu verstehen ist, dass eine D-Notice rechtlich nicht bindend ist – es handelt sich um eine freiwillige Selbstzensur der britischen Presse. Trotzdem halten sich viele Medien daran, um die nationale Sicherheit nicht zu gefährden oder keine Konflikte mit der Regierung zu riskieren.
Etymologie:
Die „D-Notice“ wurde 1912 im Vereinigten Königreich als „Defence Notice“ (Verteidigungsmitteilung) eingeführt. Ziel war es, Medien vertraulich über Themen zu informieren, deren Veröffentlichung die nationale Sicherheit gefährden könnte.
- 1993 wurde die „D-Notice“ in „Defence Advisory Notice“ umbenannt.
- 2015 erhielt das System seinen aktuellen Namen: „Defence and Security Media Advisory Notice“ (DSMA-Notice).
Trotz dieser Namensänderungen wird der Begriff „D-Notice“ bis heute in den Medien häufig verwendet.
Synonyme und Antonyme
Synonyme:
- Defence Advisory Notice (frühere Bezeichnung)
- DSMA-Notice (aktuelle Bezeichnung)
- Government media advisory (staatliche Medienempfehlung)
- Security restriction request (Sicherheitsbeschränkungsanfrage)
- Voluntary censorship request (freiwillige Zensuranfrage)
Antonyme:
- Press freedom (Pressefreiheit)
- Unrestricted reporting (unbeschränkte Berichterstattung)
- Leak (Informationsleck)
- Whistleblowing (Enthüllung von geheimen Informationen)
- Public disclosure (öffentliche Offenlegung)
Englische Sätze
- Historischer Kontext:
During World War II, British newspapers followed D-Notices to prevent sensitive information from reaching enemy forces.
(Während des Zweiten Weltkriegs hielten sich britische Zeitungen an D-Notices, um zu verhindern, dass sensible Informationen in feindliche Hände geraten.) - Aktueller Kontext:
The UK government issued a D-Notice to discourage media outlets from reporting on a classified intelligence operation.
(Die britische Regierung erließ eine D-Notice, um Medien davon abzuhalten, über eine geheime Geheimdienstoperation zu berichten.) - Medienkritik:
Some journalists argue that D-Notices could be used to suppress information that is in the public interest.
(Einige Journalisten argumentieren, dass D-Notices dazu verwendet werden könnten, Informationen zu unterdrücken, die von öffentlichem Interesse sind.) - Unterschied zu gesetzlichen Einschränkungen:
Unlike legal censorship, a D-Notice is only an advisory measure, not a mandatory restriction.
(Im Gegensatz zur gesetzlichen Zensur ist eine D-Notice lediglich eine Empfehlung und keine verpflichtende Einschränkung.)
Fazit
Die D-Notice (heute DSMA-Notice) ist ein einzigartiges britisches System zur freiwilligen Selbstzensur der Medien im Interesse der nationalen Sicherheit. Sie dient dazu, sensible Informationen vor einer Veröffentlichung zu schützen, die möglicherweise militärische Einsätze oder Geheimdienstoperationen gefährden könnte.
Obwohl sie rechtlich nicht bindend ist, halten sich viele britische Medien an diese Hinweise. Kritiker argumentieren jedoch, dass D-Notices auch genutzt werden könnten, um unliebsame Informationen zu unterdrücken, die eigentlich von öffentlichem Interesse wären.
Für Englischlernende bietet das Konzept der D-Notice einen spannenden Einblick in die Balance zwischen Pressefreiheit und nationaler Sicherheit. Es ist ein Beispiel dafür, wie politische und gesellschaftliche Faktoren die Berichterstattung beeinflussen können.

















