Das englische Adjektiv „horrid“ [Aussprache: /ˈhɒrɪd/] bedeutet grauenhaft, widerlich, furchtbar, abscheulich. Es ist ein etwas älterer oder literarischerer Ausdruck als „horrible“, wird aber in bestimmten Kontexten – vor allem emotional, dramatisch oder im gehobenen Stil – weiterhin verwendet.
In der britischen Alltagssprache kann „horrid“ auch bedeuten:
- gemein, unhöflich, ärgerlich
(besonders bei Kindern oder als milde Beschwerde)
Verwendung nach Kontext:
- Stark negativ oder schockierend:
„a horrid crime“ → ein abscheuliches Verbrechen - Verärgert, emotional, umgangssprachlich (v. a. britisch):
„You’re being horrid!“ → Du bist gemein!
🧬 Etymologie
„Horrid“ stammt aus dem Lateinischen „horridus“, was „rau, schrecklich, zottelig“ bedeutete, und ist verwandt mit:
- „horrēre“ – sich sträuben, vor Schreck aufrichten (wie Haare bei Gänsehaut)
- Damit ist „horrid“ eng verwandt mit „horror“, „horrible“, „horrify“
Im 18. und 19. Jahrhundert war „horrid“ ein gebräuchliches, sogar höfliches Wort für alles Unerfreuliche – heute wirkt es oft leicht theatralisch oder ironisch.
🔁 Synonyme und Antonyme
Synonyme:
- terrible
- horrible
- dreadful
- nasty
- vile
- monstrous (besonders dramatisch)
- mean (wenn es um Verhalten geht)
Antonyme:
- pleasant
- kind
- delightful
- sweet (besonders bei Verhalten)
- lovely
📝 Englische Beispielsätze
- What a horrid smell! Open the window!
(Was für ein widerlicher Geruch! Mach das Fenster auf!) - He said some horrid things to her during the argument.
(Er sagte einige furchtbare Dinge zu ihr während des Streits.) - Don’t be so horrid to your little brother.
(Sei nicht so gemein zu deinem kleinen Bruder.) - The weather was absolutely horrid that day – cold, wet, and grey.
(Das Wetter war an diesem Tag absolut scheußlich – kalt, nass und grau.)
🧾 Fazit
Das Adjektiv „horrid“ ist ein ausdrucksstarker, leicht altmodischer Begriff, der in dramatischen, emotionalen oder auch ironischen Kontexten besonders gut funktioniert. Während „horrible“ heute allgemein verbreiteter ist, verleiht „horrid“ einem Satz oft einen literarischen oder stilisierten Ton – typisch für britisches Englisch, Kinderbücher oder gehobene Sprache. Lernende sollten es daher gezielt und kontextsensibel einsetzen, um Sprachstil und Wirkung zu variieren.

















