Das englische Wort „alexia“ ist ein medizinischer Fachbegriff, der sich auf den Verlust der Lesefähigkeit bezieht, obwohl das Sehvermögen und die Intelligenz grundsätzlich erhalten bleiben. Es stammt vom griechischen Wort a-lexis (ἀ-λέξις), wobei „a“ für „ohne“ und „lexis“ für „Wort“ oder „Lesen“ steht. Es handelt sich um eine neurologische Störung, die meist durch eine Schädigung bestimmter Hirnareale verursacht wird.

Bedeutung

In der medizinischen Terminologie beschreibt „alexia“ die erworbene Unfähigkeit zu lesen, nachdem diese Fähigkeit bereits entwickelt wurde – im Gegensatz zur „Dyslexie“, die eine angeborene oder entwicklungsbedingte Lesestörung bezeichnet. Im Deutschen ist der Begriff ebenfalls als Alexie bekannt.

Etymologie:
Das Wort stammt aus dem Griechischen:

  • „a-“ (α-) = „ohne“
  • „lexis“ (λέξις) = „Wort“, „Sprache“
    Also bedeutet „Alexia“ wörtlich „ohne Worte“ bzw. „kein Lesen“. Der Begriff wurde im späten 19. Jahrhundert in die medizinische Fachsprache eingeführt, um den Verlust der Lesefähigkeit nach Hirnverletzungen zu beschreiben.

Typen der Alexia

In der Neurologie unterscheidet man mehrere Formen:

  1. Alexia ohne Agraphie
    Patienten verlieren die Fähigkeit zu lesen, können aber weiterhin schreiben. Ursache ist häufig eine Schädigung der linken okzipito-temporalen Region des Gehirns (z. B. nach einem Schlaganfall).
  2. Alexia mit Agraphie
    Sowohl das Lesen als auch das Schreiben sind gestört. Diese Form tritt bei Schädigungen im Bereich des Gyrus angularis auf.
  3. Pure Alexia (reine Alexie)
    Auch bekannt als visuelle Wortblindheit – hierbei ist der direkte Zugang vom visuellen Kortex zur Sprachverarbeitung unterbrochen. Die Patienten erkennen Buchstaben, können aber keine Wörter als Ganzes lesen.

Verwendung im englischen Sprachgebrauch

In der englischen Sprache ist „alexia“ ein fester Bestandteil des neuropsychologischen und medizinischen Vokabulars:

  • „The patient was diagnosed with alexia following a left occipital stroke.“
    (Der Patient wurde nach einem Schlaganfall im linken Hinterhauptslappen mit Alexie diagnostiziert.)
  • „Alexia is not due to vision loss, but to damage in the brain’s language processing areas.“
    (Alexie ist nicht durch einen Sehverlust bedingt, sondern durch eine Schädigung der sprachverarbeitenden Hirnareale.)

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

BegriffBedeutung
AlexiaErworbene Lesestörung nach Hirnschädigung
DyslexiaEntwicklungsbedingte Leseschwäche
AgraphiaVerlust der Schreibfähigkeit
AphasiaAllgemeine Sprachstörung (z. B. beim Sprechen oder Verstehen)

Ursachen von Alexia

Die häufigsten Ursachen sind:

  • Schlaganfall
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Tumore
  • Neurodegenerative Erkrankungen (z. B. Alzheimer)

Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung erfolgt in der Regel durch neuropsychologische Therapie, insbesondere Logopädie. Ziel ist es, über alternative Strategien (z. B. lautes Buchstabieren oder taktile Reize) das Lesen zumindest teilweise wiederherzustellen.

Synonyme und Antonyme

Synonyme:

  • Wortblindheit (veraltet, aber manchmal synonym verwendet)
  • Läsionsbedingte Lesestörung
  • Reine Alexie (bei isolierter Lesestörung)
  • Zentrale Alexie (mit weiteren Sprachstörungen)

Antonyme:

  • Lesevermögen
  • normale Lesefähigkeit
  • Hyperlexie (überdurchschnittliches Leseverhalten bei z. B. Autismus)

Fazit

Das englische Wort „alexia“ ist ein präziser medizinischer Fachausdruck zur Beschreibung einer spezifischen neurologischen Lesestörung, die nach einer Hirnschädigung auftritt. Für Lernende der englischen Sprache mit Interesse an Medizin, Neurologie oder Psychologie ist es ein hilfreiches und relevantes Vokabelwort, das hilft, komplexe kognitive Störungen besser zu verstehen – und korrekt zu benennen.

Merktipp: AlexiaDyslexia – Erstere ist erworben, Letztere angeboren.

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