Großbritannien und das schlechte Wetter
Das Klima der Britischen Inseln ist nicht besser als sein Ruf. Allenfalls das Klima an der Westküste der Inseln, vor allem der Küstengebirge in Wales und Schottland, ist noch schlechter als es den üblichen Vorstellungen entspricht. Dort fallen zum Teil mehr als 4000 mm Niederschlag im Jahr. Es wurden im Durchschnitt jährlich 250 bis 270 Regen- und Schneetage festgestellt. Nebel und trübes Wetter herrscht häufig vor, und Sonnenschein ist entsprechend rar. Die Ausläufer der über den Atlantischen Ozean wandernden Tiefdruckwirbel bescheren der ""Wetterseite"" der Britischen Inseln ein sehr feuchtes, stürmisches und wechselhaftes Klima.
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Großbritannien und das gute Wetter
Je weiter man sich aber von dieser Wetterseite nach Osten entfernt, um so mehr machen sich im Klima kontinentale Einflüsse bemerkbar: An der Südostküste Englands scheint die Sonne im Juni länger als in vielen europäischen Gegenden. in Ostengland fallen stellenweise weniger als 500 mm Niederschlag im Jahr. und die mittleren Jahrestemperaturen liegen mit 10°C oder 11 °C deutlich über den mitteleuropäischen Durchschnittswerten.
Noch günstiger fällt der Vergleich der Klimawerte für die Britischen Inseln aus, wenn man die Wintertemperaturen vergleicht. Im Januar ist es in London durchschnittlich um etwa 5 °C wärmer als in Berlin oder München. Während sich das europäische Festland im Winter stark abkühlt. lassen milde ozeanische Luftmassen die mittleren Temperaturen auf den Inseln selbst in den kältesten Monaten nicht unter +2 bis +5 °C fallen. Andererseits sind die Sommer in Großbritannien wegen der kühlen Meere in der Nachbarschaft nicht so warm wie auf dem Kontinent.