|
England - Geschichte und Politik
|
|
Zeittafel der britischen Geschichte:
- 43 n. Chr.: England und Wales werden von den Römern erobert
- 450: Einfall der Angeln und Sachsen
- 1066: Schlacht bei Hastings:Die Normannen (Wilhelm) bauen England
- 1171: Beginn der Eroberung Irlands durch die englische Könige
- 1284: Eroberung von Wales durch die Engländer
- 1339-1453: "Hundertjähriger Krieg" gegen Frankreich
- 1455-1485: "Rosenkriege" der Häuser York und Lancaster
- 1513: Krieg Englands gegen Schottland
- 1642-1648: Bürgerkrieg: zwischen Krone und Parlament
- 1649-1660: England als Republik unter Cromwell
- 1689: "Deklaration of Rights"
- 1701-1714: Spanischer Erbfolgekrieg
- 1707: Union von England und Schottland unter dem Namen "Großbritannien"
- 1756-1763: Siebenjähriger Krieg
- 1801: Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland
- 1832: Parlamentsreform
- 1837-1901: Königin Viktoria: das "Viktorianische Zeitalter"
- 1922: Unabhängigkeit der Republik Irland
- 1924: Erste Regierung der Labour Party
- 1973: Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft
Die Herrscherhäuser Englands und Großbritanniens:
- 1066-1154: Normannische Könige
- 1154-1399: Haus Anjou-Plantagenet
- 1399-1461: Haus Lancaster
- 1461-1485: Haus York
- 1485-1603: Haus Tudor
- 1603-1714: Haus Stuart
- 1714-1901: Haus Hannover
- seit 1901: Haus Coburq/Windsor
Das englische Königreich entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte allmählich von einer "echten" Monarchie zur heutigen parlamentarisch-demokratischen Monarchie, in der die Rechte des Monarchen auf verschiedene Ehrenämter und die Repräsentation des Staates eingeschränkt sind. Seit 1952 ist Elizabeth 11. Staatsoberhaupt des Vereinigten Königreiches. Das britische Parlament gliedert sich in das "Unterhaus" (House of Commons) und das "Oberhaus" (House of Lords). Dem Unterhaus gehören für fünf Jahre gewählte Abgeordnete an. Im Oberhaus ist der geistliche und weltliche Adel des Königreiches (Erzbischöfe, Bischöfe, erbliche und neue - vom Monarchen ernannte - Peers sowie die höchsten Richter) vertreten.
Infos zu Sprachreisen Spanien bzw. zu einem
Spanischkurs
Seitanfang England Special
Die Britischen Inseln wurden in den letzten Jahrtausenden mehrfach von Eindringlingen erobert, die vom europäischen Festland kamen. Das ist vielleicht ein Grund dafür, warum viele Bewohner der Inseln heute den Kontinent noch immer mit einem gewissen Misstrauen betrachten und sich politisch lieber wieder in die "herrliche Abgeschiedenheit" (splendid isolation) ihrer Inselheimat zurückziehen möchten. Unter diesem Problem hat das europäische Parlament zu kämpfen, denn die Briten legen sich sehr oft bei Ratsbeschlüssen quer, was einen Einigungsprozess natürlich maßgeblich erschwert.
Zahlreiche prähistorische Anlagen, zum Beispiel die von Avebury und Stonehenge, die Sie während Ihrer Sprachreise in England besichtigen können, beweisen, dass die Inseln schon in vorgeschichtlicher Zeit dicht besiedelt waren. Die ältesten Funde stammen aus der Altsteinzeit. Mit der Einwanderung keltischer Stämme im vierten bis zweiten Jahrhundert v. Chr. beginnt die britische Frühgeschichte. Nach der Zeitenwende kommt der größte Teil der Hauptinsel für rund 350 Jahre unter römische Herrschaft. Dann landen germanische Stämme (unter ihnen die Angeln und die Sachsen) auf der Insel, verdrängen die Kelten und gründen mehrere Königreiche, aus denen sich im Laufe des achten Jahrhunderts ein erster größerer angelsächsischer Staat entwickelt. Während die Angriffe der Wikinger abgewehrt werden können, gelingt es den Normannen, England auf längere Zeit unter ihre Herrschaft zu bringen.
Das Interesse der englischen Herrscher richtet sich während der folgenden Jahrhunderte vor allem auf das benachbarte europäische Festland. Sie können ihr Reich zeitweise bis weit nach Frankreich hinein ausdehnen. Erst nach dem Hundertjährigen Krieg zieht sich England vom Kontinent zurück und wendet sich dem Aufbau eines Kolonialreiches in Übersee zu.
Während britische Handelskompanien im 16. und 17. Jahrhundert in Übersee zahlreiche Niederlassungen gründen, sind die Briten in der Heimat unter sich zerstritten. So ist es sehr oft auch im praktischen Leben, die Wirtschaft ist progressiv und produktiv und die Politik streitet. Der Adel und das Bürgertum kämpfen gegen die Krone, die Schotten gegen die Engländer, Protestanten gegen Katholiken. Erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts festigt sich das Königreich innerlich wieder und kann jetzt in vielen Kriegen in Europa und in Übersee seine Rivalen (vor allein Frankreich) ausschalten. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts vollzieht sich in Großbritannien ein tief greifender wirtschaftlicher Umschwung: die industrielle Revolution. Sie lässt das Königreich im 19. Jahrhundert unter der langen Herrschaft von Königin Viktoria zum reichsten und mächtigsten Land der Erde werden, verschärft gleichzeitig aber auch die Gegensätze zwischen den verschiedenen Klassen. Im 20. Jahrhundert verliert Großbritannien sein Kolonialreich (obwohl es in zwei Weltkriegen zu den Siegern gehört) und schließt sich in den siebziger Jahren - sehr halbherzig - der Europäischen Gemeinschaft an.
Das englische Unterhaus:
Dem Unterhaus gehören gegenwärtig neben den beiden großen Parteien (der "Conservative Party" und der "Labour Party") noch Abgeordnete der Liberalen ("Liberal Party") und der 1981 gegründeten "Social Democratic Party" sowie Vertreter regionaler Parteien Schottlands. Nordirlands und Wales an. Die innere Selbstverwaltung dieser Teile des Königreiches wurde 1975 erweitert. Nach der Verwaltungsreform in den Jahren 1973 und 1974 ist England in acht Grafschaften (Counties) und sechs Metropolitan Counties (Ballungsräume), Wales in acht Grafschaften, Schottland in zwölf Regionen und Nordirland in 26 Distrikte gegliedert.
Seitanfang England Special
|